Knittlingen hat ein neues Highlight für junge Menschen – und dieses ist nicht mit Millionenbudget, sondern mit Muskelkraft, Ideenreichtum und jeder Menge guter Laune entstanden. Im Rahmen der Projektwoche der Dr.-Johannes-Faust-Schule verwandelten rund 20 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 innerhalb von nur zwei Tagen fünf unscheinbare Erdhügel in einen echten Pumptrack.
Wo zuvor lediglich ein leicht abschüssiges Gelände lag, entstanden mit Schaufeln, Harken und erstaunlich viel Ausdauer Wellen, Kurven und Fahrspuren, die bereits während der Bauphase auf Herz und Nieren getestet wurden. Das Urteil der jungen Baumeister fiel eindeutig aus: „Fährt sich gut!“
Ganz ohne Unterstützung ging das Projekt allerdings nicht. Die Stadt Knittlingen überließ der Schule die Brachfläche, der Bauhof der Stadt sorgte dafür, dass das Gelände durch Mäharbeiten überhaupt erst in einen bearbeitbaren Zustand versetzt wurde. Außerdem musste schließlich jemand den Bagger bedienen – eine Aufgabe, die verständlicherweise nicht dem Schülerpraktikum überlassen wurde.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Firma Dietz Galabau Knittlingen, die die benötigte Erde anliefert hat. Ebenso unterstützte der Forstbetrieb Klaus Miethig das Projekt mit einem Bagger und der Bauhof übernahm die ersten groben Arbeiten mit dem lehmig-steinigen Baumaterial.
Danach war jedoch vor allem Muskelkraft gefragt. Oder wie die Schülerinnen und Schüler es treffend formulierten: Ab diesem Zeitpunkt kam der „Handbagger“ zum Einsatz. Schaufel für Schaufel, Harke für Harke entstand so ein Bewegungsparcours, auf den die jungen Erbauer mit Recht stolz sein können.
Besonders beeindruckend war dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Zusammenarbeit. Hier wurde geplant, diskutiert, ausprobiert, verbessert und gemeinsam angepackt. Ganz nebenbei zeigte sich, dass Schule manchmal auch außerhalb von Klassenzimmern stattfindet – nämlich dort, wo Ideen buchstäblich Form annehmen.
Nun bleibt zu hoffen, dass der neue Pumptrack von mutwilliger Zerstörung verschont bleibt und stattdessen zu dem wird, was sich alle Beteiligten wünschen: ein friedlicher Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, ein Ort für Bewegung, Begegnung und gemeinsame Freizeit.
Vielleicht ist der Pumptrack heute noch klein. Doch wie viele gute Ideen hat auch er das Potenzial, in den kommenden Jahren weiterzuwachsen. Die Grundlage dafür haben die Schülerinnen und Schüler der Dr.-Johannes-Faust-Schule jedenfalls geschaffen – mit viel Engagement, etwas Schweiß und der Erkenntnis, dass man mit einem „Handbagger“ manchmal erstaunlich weit kommt.
Möge der Pumptrack viele Reifen, viele Begegnungen und vor allem viele unbeschwerte Stunden erleben.




